Unsere Geschichte

Anno 1906 wurde auf einer Gemeindeversammlung die Gründung des Schützenvereins Vorwalsrode beschlossen. Unter der Führung von Max Böhme (1. Vorsitzende) nahm das Vereinsleben bis zum 1. Weltkrieg seinen Lauf. Verzweiflung, Trauer und Gram ließen das noch junge Vereinsleben sechs Jahre ruhen.

Laut Chronik kursierte 1920 eine Liste in der Gemeinde, in der sich ca. 100 Bürger bereit erklärten den SV Vorwalsrode wieder aufleben zu lassen. Daraufhin wurde voller Elan und Engagement das Vereinsleben wieder in Gang gebracht, sodass Versammlungen, Veranstaltungen und der Sport selbst erneut ein fester Bestandteil des Schützenjahres wurde.

Am 1.April 1929 wurde Vorwalsrode in die Stadt Walsrode eingemeindet. Die Eigenständigkeit des Schützenvereins blieb dennoch bestehen. Während dieser Zeit entstand ein Vereinseigener Spielmannszug und auch das sportliche Schießen nahm immer mehr an Bedeutung zu.

Doch nur wenige Jahre später stand die Welt 1939 wieder in Flammen. Sechs Jahre Zerstörung und vier Jahre Aufbau führten am 15.Juli 1949 mittels einer Zeitungsnotiz zu einer neuen Formierung.

Somit folgte 1951 die Gründung der Schießgruppe unter Leitung von Kurt Seimer, die anfangs ihr Training in einer umgebauten Tischlerwerkstatt absolvierten. Im Folgejahr kam es dann zur Entstehung der Jugendgruppe, die später Vorwalsrode bundesweit bekannt machte und den großen renommierten Vereinen das Fürchten lehrte. Doch allmählich reichte der Platz, der bisherige Trainingsstätte nicht mehr aus, woraus der Gedanke entstand, sich nach einem eigenen Grundstück umzusehen.

Daraufhin gelang es nach langen Verhandlungen 1953 ein großes Areal am Bismarckring als Pachtland zu gewinnen, welches schließlich 1957 erworben werden konnte und bis heute noch im Besitz des Vereins liegt. Dort entstand ein Wirtschaftsgebäude mit zwei Luftgewehrständen, die später auf 12 Ständen erweitert wurden. In der Zwischenzeit gründeten zehn Frauen 1960 die Damenschießgruppe, die im Laufe der Jahre viel zum Vereinsleben beigetragen hat.

Zug um Zug wurde dann von 1962 – 1969 ein Kleinkalieberstand erschaffen, welcher über die Jahre bereits viele Instandsetzungsmaßnahmen über sich ergehen lassen musste. Nachdem der Grundstein für ein optimales Vereinsleben gelegt wurde, kamen auch schnell die Erfolge ins Haus nach Vorwalsrode.

In den 70er und 80er Jahren stellten wir immer wieder einige Starter bei den Kreis- und Landesverbandsmeisterschaften, sowie den Deutschen Meisterschaften. Hier konnten wir stets gute Platzierungen mit nach Hause bringen und so ergab es sich, dass die Juniorenmannschaft aus G. Bergmann, A. Gebers und R. Hoffmann 1970 den Titel Deutscher Meister in der Disziplin Luftpistole mit nach Vorwalsrode brachten. Diesen Titel verteidigten die drei im Folgejahr erfolgreich. Nur vier Ringe fehlten zur Aufstellung eines neuen Rekordes. J. Hoffmann folgte 1972/73 als deutscher Meister und holte gemeinsam mit D. Qual noch den Mannschaftstitel nach Vorwalsrode. Ein riesen Erfolg war dann noch die Landesmeisterschaft 1976 bei der wir von 17 möglichen Landestiteln gleich 12 Titel für uns sicherten.

In den 2000er war es in Vorwalsrode etwas ruhiger geworden, was dem Erfolg keinen Abbruch tat. So qualifizierten sich unsere Mitglieder weiterhin zu den Verbandsmeisterschaften und 2016 konnten unsere Juniorinnenmannschaft wieder den Mannschaftstitel Deutscher Meister nach Hause holen, diesmal allerdings mit dem KK-Gewehr.

Aber nicht nur bei den sportlichen Meisterschaften konnten wir glänzen, sondern wir stellten mit A. Gebers (1969), M. Behrendt (1971), G. Reimann (1986) und N. Tassi (2002) Majestäten der Regentschaft des Kreisschützenverbandes Fallingbostel.